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Trainer haben es schwer

Schon immer, im Seminarraum war alles noch vergleichsweise ganz einfach, etwas Powerpoint, den Rest am Flipchart erklärt. Aber jetzt soll auch noch eine Blended-Learning Aktivität dazu. Läßt sich womöglich mehrfach einsetzen. Und der Kunde möchte es so.

Eine Slideshow zum Download anzubieten kann aber noch nicht alles sein – klar – und die Flipcharts als Foto ins Netz stellen? Der Kontext fehlt. Und so toll gezeichnet war es ja auch nicht. Die Fotos sind auch nicht wirklich gut geworden – zu wenig Zeit und die Hektik ist auf den Bildern auch sichtbar.

Fertige Bilder?

Werkzeug Google-Suche? Da entmutigt einen schnell das Urheberrecht. Was bei Beamer-Präsentaionen für den Seminarraum im Einzelfall vielleicht noch gerade so geht ist online als Download nicht vertretbar. Und bei den offenen Medien (open educational recources, OER)  ist auch auf die schnelle nichts zu finden. Alle Creative-Common-Seiten scheinen sich gerade zu verstecken? Kostenlos-Dienste wie Pixelio kümmern sich zwar sogar um die Rechte der Verwender (Reaktion zum Abmahnurteil:http://www.pixelio.de/static/stellungnahme) aber haben auch nicht den durchgängigen Stil für meine Themen. Also mal wieder selbst zeichnen.

intro190x61Ich hab für eine Lernplattform gute Erfahrungen mit der Bildsprache von Bikablo (Eingetragene Marke von Haussmann, Martin, 50668 Köln, DE; Scholz & Vesper GmbH & Co. KG, 53804 Much, DE)  gemacht. Bikablo bietet eine gute kreative Einschränkung und erzeugt dadurch viele schnelle neue Möglichkeiten und entfernt auch visuelles Rauschen von der Bildfläche. Der Stil ist in der Trainerszene weit verbreitet und kann nach eigenem Gusto variiert werden. Abmalen ist immer ohne Rechteprobleme möglich.

Aber wie kommen jetzt die Bilder vom Flipchart in die Lernumgebung? Foto? Entscheidung: Als selbst gekritzeltes digitales Bild. Das hat einige Vorteile gegenüber dem Foto und Variationen lassen sich mit ein paar Maus-Aktionen erstellen.

So gehts:

1) Bild-Format

üPuzzle1_190x64berlegen, das sich gut in die Seite einpassen läßt. Ich habe mich für 190×60 entschieden, beim dreispailtigen Layout der Lern-Webseite (moodle 2.6 mit den Theme Decaf) sind Kästen rechts oder links meist 200px breit. Mit 5px Rand bleiben 190px und für Stellen, an denen mehr gebraucht wird, nehmen wir genau doppelte Größe also 380px x 120px. Wobei die Höhe bei meiner Verwendung nicht so wichtig ist. So entstehen lauter kleine Banner im ca. 3:1 Format. Aber warum Pixel festlegen? Pixelformat oder Vektorformat?  Grundsätzlich ist Vektor dem Pixel bei solchen Grafiken zu befürworten. Pixel lassen sich später immer noch erzeugen. Wenn die spätere Größe schon feststeht, spricht aber auch nichts gegen Pixel, und evtl. fällt die Bearbeitung auch der ein oder anderen leichter.

2) Zeichenprogramm aussuchen.

Puzzle2_190x64Bei mir kommt kostenlos GIMP oder INKSCAPE zum Einsatz. Geld für Adobe-Suite ist inzwischen zwar nicht das Problem- aber die alten Freunde aus der Open-Source-Welt habe ich lieb gewonnen. Die zu können war eine gute Investition in die Zukunft. Und wenn ich da Fehlermeldungen verfasse, dann hab ich nicht dieses komische Gefühl die Arbeit zu machen, für die ich schon bezahlt habe. Das Gefühl Teil der Community zu sein ist übrigens noch immer  nicht bezahlbar. Für dieses Projekt hab ich mit GIMP begonnen – also doch Pixel? fragt sich jetzt die Fachleute – ja, es geht mir schneller von der Hand.

3)  Die richtigen Layer anlegen:

Puzzle3_190x64380×120. Klein – damit ich nicht auf die Idee komme mehr zu zeichnen als nachher zu erkennen ist. Hintergrund Weiß zum Testen und eine grelle Farbe zum Testen z.B. Grün. Beide erstmal unsichbar

machen. Jetzt den ersten Skizzen-Layer als tranzparente Ebene erstellen. Als Pinsel programmiere ich mir einen 4-Eck Pinsel in Anlehnung an den original Neuland Outliner (Neuland ist eine Marke von Neuland GmbH & Co. KG, 36124 Eichenzell, DE).

4) Schwarze Ebene:

Reden

45°-Winkel, 7×3 Pixel groß. Schwarz. 85% Randschärfe. Damit bin ich gezwungen die Fläche wie Moderationskarten zu behandeln – es passt einfach nicht viel drauf und ich weiß sofort, wo ich nachbessern muß. So ein Bildchen möchte ich auf weißem Hintergrund genauso verwenden können, wie auf farbigem. Dazu muss es transparent sein und ggf. weiße Flächen haben. Was schwarz oder weiß ist wird in diesem Layer auch gezeichnet. Wenn es zum Motiv passt, dann kan man mit einem Schlagschatten (Versatz 4px, kein Weichzeichnen, 65% ) schneller schattieren als am Flipchart mit dem grauen BigOne (auch eine Neuland-Marke, Trainer kennen den großen dicken Schattenstift mit Tintenfarbe 101). Jetzt kommt die Grelle Hintergrund-Ebene zum Einsatz. Ab und zu mal testen, wie die Linien auf dem farbigen Hintergrund wirken.

5) Farbe im Spiel:

Support190x64

Der Neuland-Outliner ist ja sofort trocken und man kann mit Farbe rein malen, ohne die schwarze Linie zu verwischen. Auch verfärbt sich die Farbe nicht. Da hat Neuland was feines erfunden. Aber wie bekomme ich das im GIMP hin?  Der Trick geht so:Eine eigene Ebene für die Farbe erstellen. Wichtig: Anordnen unter dem schwarzen Layer. Dann kann ich ungeniert mit der Farbe loslegen, und es entsteht ein Effekt wie am Flichart: Die schwarze Linie bleibt Sieger.

gimp

Wenn ein digitales Zeichenbrett zur Verfügung steht, kann die Stiftverwendung helfen, aber es geht bei den wenige nLinen auch immer mit der Maus. Ich hab ein ca. 4 Jahre altes Bamboo Fun. Das ist mit GIMP gut nutzbar. Die Grüße habe ich mit RIOT reduziert. Das ist ein Tool zum Bilddatenmengen optimieren.

KurseWer sich wundert, warum hier die Abbildungen inhaltlich nicht passen, und warum es kein richtiges Tutorial ist, sollte mich motivieren mehr davon zu berichten und mehr Zeit zu investieren, z.B. in dem Kommentare hier unten eingetragen werden. Wir könnten uns zu einem Hangout verabreden oder ich zeige das ganze auch gern als Trainingsmaßnahme. Präsenztraining in Zeiten der digitalen Revolution? Ich lasse ja mit mir reden… 😉

http://www.actxcellence.de/bikablo


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